
30 Minuten Kunst Ein großer künstlerischer Einzelgänger: Karl Hofer
Jan 15, 2026
Dr. Anke Dornbach, Kunsthistorikerin und Kuratorin am Kunstmuseum Moritzburg Halle, beleuchtet das Leben und Werk des Malers Karl Hofer. Sie erklärt, wie Hofers Bildsprache zwischen Schönheit und Wahrheit oszilliert und den Einfluss seiner Biografie auf seine Kunst. Besonders faszinierend sind die detaillierten Analysen seiner Werke, wie "Mann in Trümmern", ein kraftvolles Nachkriegszeugnis, und "Schwarzmond", das surreale Elementen vereint. Dornbach diskutiert auch Hofers Rolle als künstlerischer Einzelgänger und die Relevanz seiner Themen für die heutige Zeit.
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Ein Künstler als Einzelgänger
- Karl Hofer blieb ein künstlerischer Einzelgänger und schloss sich keiner Vereinigung an.
- Zwei Drittel seiner 2909 Gemälde zeigen Menschen als zentrales Thema.
Wetter als Zeitzeichen
- Das Gemälde »Aufziehendes Gewitter« (1944) zeigt einen Mann am Fenster und spiegelt den historischen Wendepunkt 1944.
- Ohne Kontext bleibt es ein Wetterbild, im Kontext wird es zum Bild der Wendejahre.
Biografie formt Bildsprache
- Hofer erlebte viele Brüche: Waisenstatus, Kriege, »Entartet«-Stigmatisierung und Bombenverluste.
- Diese Lebenslinien prägen seine ruhigen, oft non-individuellen Figurenbilder.


