

Systeme und ihr Weg nach oben
Unangenehme Machthaber; Verantwortung des Systems; die Natur der Macht und die Überlegung, woher das Böse stammt.
Muss man ein Arsch sein, um ganz oben zu landen? Diese scheinbar polemische Frage steht am Anfang der Folge und führt Alex & Chris direkt hinein in eine tiefgründige, systemkritische, streckenweise aufgewühlt-verzweifelte Reise durch Macht, Moral und Medien.
Chris empfindet ein körperliches Unwohlsein, wenn er viele einflussreiche Menschen sieht. Alex reagiert mit der Frage zu den Rahmenbedingungen des Systems: Werden Menschen durch ihre Machtstellungen so, oder erreichen sie diese Positionen auf diese Weise? Was geschieht, wenn das System nicht nur unmoralisches Verhalten toleriert, sondern es sogar honoriert?
Wie viel Verantwortung trägt das Individuum? Wie viel das System? Shell wusste in den 70ern, was Erdöl mit der Umwelt macht – und entschied sich trotzdem für Desinformation. Warum?
Im Mittelpunkt stehen Charisma, ethische Perspektiven, systemische Verstärkungsmechanismen, der Wert für Aktionäre, sowie das bedenklich vereinfachte Denken in Kategorien von „guten“ und „schlechten“ Menschen. Es handelt sich um das Empfinden, dass sowohl Reflexion als auch eine Fehlerkultur nicht realisierbar sind. Medien neigen dazu, die Aufregung zu intensivieren, anstatt einen Dialog zu begünstigen. Und um das ärgerliche Wiederaufleben von politischen Persönlichkeiten, die man eigentlich schon überwunden glaubte.
Dazwischen Terry Pratchett, NS-Aufarbeitung, demokratische Wunschträume, Unternehmenskultur und der Versuch, nicht zu resignieren. Denn, so Alex:
„Die Welt war schon immer viel und so.“
Für alle, die sich manchmal fragen, wie Systeme funktionieren, wie man darin bestehen oder sie verändern kann. Eine Folge über Macht, Menschlichkeit und das, was dazwischen liegt.
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Noch ein Podcast:
Perspektiven auf Software & Design von Chris & Alex.
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