
Im Gespräch Friederike Mayröcker, Schriftstellerin
Jul 31, 2025
Friederike Mayröcker, renommierte österreichische Lyrikerin und Trägerin zahlreicher Literaturpreise, teilt ihren einzigartigen Schreibprozess. Sie vergleicht das Schreiben mit dem Züchten von Gedichten und spricht über ihre unermüdliche Liebe zur Sprache. Alltägliche Zufälle und Fehlverstehen inspirieren ihre Werke. Mayröcker reflektiert über den komplexen Zugang zu ihren Texten und diskutiert, wie Kunst gesellschaftlich wirken kann. Ihre Kindheitserinnerungen prägten ihre Dichtung, während sie die Kategorie „Frauenliteratur“ vehement ablehnt.
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Schreiben Als Züchten Und Brüten
- Friederike Mayröcker beschreibt ihr Schreiben als ein »Züchten« und »Brüten«, nicht als plötzliche Eingebung.
- Gedichte und Prosa entstehen bei ihr durch langwierigen Arbeitsprozess und stetes Beschäftigtsein mit Sprache.
Immer Inmitten Der Sprache
- Mayröcker betont, sie lebe »inmitten der Sprache« und sei ständig mit sprachlichen Einfällen beschäftigt.
- Sie sammelt Verbaleinfälle unterwegs und verfügt über kistenweise Material als Grundlage fürs Schreiben.
Gedichte Müssen Ohne Kommentar Leben
- Mayröcker akzeptiert, dass manche ihrer Texte schwer rekonstruierbar sind und auch sie selbst die Entstehung nicht immer nachvollziehen kann.
- Ein gelungenes Gedicht muss jedoch »lebensfähig« sein ohne Erklärungen des Autors.




