Im Gespräch

Ernst Jandl, Dichter und Schriftsteller

Aug 1, 2025
Ernst Jandl, österreichischer Dichter und Schriftsteller, bekannt für seine innovative Lautpoesie, teilt seine Sicht auf die Kunst und Sprache. Er diskutiert das Motto 'Das Öffnen und Schließen des Mundes' als zentrales Element der sprechenden Dichtung. Seine Erfahrungen mit Dada und den Einfluss auf seine Werke werden beleuchtet. Jandl liest und erklärt sein Gedicht 'Fünfter Sein', in dem Monotonie und Pointe eine wichtige Rolle spielen. Er reflektiert über die Verantwortung der Kunst in der Gesellschaft und den Widerstand gegen Vergessenheit.
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Episode notes
INSIGHT

Sprache Als Performative Kraft

  • Ernst Jandl sieht das gesprochene Wort als zentral für seine Dichtung und bezeichnet Vorträge als Akt des Mundöffnens und -schließens.
  • Die Sprechgedichte zielen auf die klangliche Wirkung und performative Dimension der Sprache ab.
ANECDOTE

Schützengraben Als Lautgedicht

  • Jandl liest sein Schützengraben-Gedicht als Lautimitation des Kriegslärms und erklärt die bewusst weggelassenen Vokale.
  • Die Sprechperformance versucht, Schlachtlärm mit der unzulänglichen menschlichen Stimme nachzuahmen.
INSIGHT

Nachkriegliche Radikalisierung Der Sprache

  • Jandl sieht Nachkriegsliteratur als Versuch, Sprache auf ein ähnliches radikales Niveau wie zeitgenössische Musik und Malerei zu bringen.
  • Er will die Hörgewohnheiten des Publikums durch atonale und konkrete Poesie herausfordern.
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