
Worthaus Podcast 15.5.1 Paulus und das Judentum: Kontinuität oder Bruch
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Jan 2, 2026 Kathy Ehrensperger, Professorin für Neues Testament, begeistert als Expertin für Paulusstudien. Sie beleuchtet die jüdische Identität des Apostels und den Kontinuitäts- und Differenzdiskurs zwischen Judentum und frühem Christentum. Ehrensperger diskutiert die Bedeutung des Monotheismus und die Autorität hebräischer Schriften. Interessant wird ihr Überblick über messianische Erwartungen im ersten Jahrhundert und die gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Lehren für Nichtjuden. Ihre Kernaussage: Kontinuität und Differenz liegen eng beieinander.
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Episode notes
Paulus’ jüdische Identität
- Paulus bleibt Jude und Pharisäer; seine Identität ist keine Randerscheinung, sondern zentral für sein Denken.
- Seine Messiasüberzeugung wird als innerhalb jüdischer Debatten liegend beschrieben, nicht als apostatisch.
Ein Gott, nicht zwei
- Paulus verkündet denselben Gott Israels als den einen Schöpfer, nicht einen neuen Gott Jesu.
- Für Paulus offenbart sich dieser Gott in Christus nun auch den Völkern, bleibt aber derselbe Gott.
Schriften Als Deutungsfundus
- Die hebräischen Schriften (Tanach/Altes Testament) bleiben autoritativ für Christusnachfolgende aus den Völkern.
- Paulus nutzt diese Schriften als notwendige Quelle, um das Christusereignis zu deuten.
