
Im Gespräch Yoko Tawada, Schriftstellerin und Sprachkünstlerin
Dec 19, 2025
Yoko Tawada, eine gefeierte japanische Schriftstellerin, die in ihrer Arbeit oft mit der Mehrsprachigkeit spielt, entführt die Zuhörer in ihre surrealen und humorvollen literarischen Welten. Sie erklärt ihre unkonventionellen Erzählansätze, in denen Gegenstände als Erzähler fungieren, und reflektiert über den Einfluss von Klang und Sprache auf ihren kreativen Prozess. Tawada spricht über ihre beeindruckende Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa und vergleicht die Atomkraftdebatte zwischen Deutschland und Japan.
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Episode notes
Hamlet No. See: Entstehung und Lesung
- Yoko Tawada las ihr zweisprachiges Gedicht „Hamlet No. See“ vor und erläuterte die Entstehung im kanadischen Umfeld.
- Das Gedicht verknüpft Fukushima, Hamlet-Motive und Klangassoziationen aus Deutsch und Japanisch zu einem sprachlichen Experiment.
Klang vor Bedeutung
- Klangähnlichkeiten zwischen Wörtern nutzt Yoko Tawada bewusst, um semantische Gewohnheiten zu durchbrechen.
- Sie betrachtet Fehler und falsche Aussprache als Assoziationsmaterial statt als Müllprodukt.
Orange Als Auslöser Für Ideen
- Die Beobachtung orangener Müllmann-Uniformen führte Yoko Tawada zu einer Verbindung mit buddhistischen Mönchen aus Thailand.
- Diese visuelle Assoziation löste die Idee für eine literarische Verknüpfung von Entsorgung, Wertschätzung und Recycling aus.









