Deutschland ist eine Erbengesellschaft: Die reichsten 1,5 % halten über 86 % des Betriebsvermögens. Doch statt hier anzusetzen, ist das aktuelle Steuerrecht "löchrig wie ein Schweizer Käse".
Nun wagt die SPD einen Vorstoß zur Reform der Erbschaftssteuer. Ungleichheitsforscherin Martyna Linartas analysiert die Pläne von Generalsekretär Tim Klüssendorf: Geht es endlich an die Privilegien der riesigen Betriebsvermögen oder droht durch eine "Flat Tax" am Ende sogar eine Steuersenkung für Superreiche?
Martyna erklärt, warum der Vorschlag inhaltlich in die richtige Richtung zielt, aber politisch und kommunikativ ein "Desaster" ist. Warum lässt sich die SPD von der Lobby der Familienunternehmer treiben? Und warum könnte das Bundesverfassungsgericht die Politik bald ohnehin zum Handeln zwingen.
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Kapitel:
00:00 – Intro: Die SPD und die Erbschaftssteuer
01:24 – Inhaltliche Analyse: Endlich ran an die Betriebsvermögen?
02:55 – Der Lebensfreibetrag vs. 10-Jahres-Schlupfloch
04:12 – Der Mythos "Arbeitsplätze": Wie Privilegien gerechtfertigt werden
05:13 – Gefahr der Flat Tax: Zahlen Superreiche bald weniger?
06:40 – "Mangelhaft": Das kommunikative Desaster der SPD
09:18 – Familienunternehmen vs. Dynastien
11:02 – Kehrtwende oder nur Kosmetik im Willy-Brandt-Haus?
13:27 – Das Bundesverfassungsgericht: Artikel 3 vs. Artikel 20
16:39 – Warum eine Flat Tax verfassungswidrig sein könnte
17:43 – Fazit
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