Dr. Markus Krall ist Ökonom, Unternehmensberater und Gründer des Edelmetallhändlers Goldrevolution. Nach über 30 Jahren in der Finanzbranche, in denen er Banken, Versicherungen und Regierungen in mehr als 40 Ländern beriet, wechselte er 2019 in den Goldhandel – zunächst als Geschäftsführer der Degussa Goldhandel, seit 2024 mit seinem eigenen Unternehmen in der Schweiz. Krall polarisiert: Seine düsteren Prognosen zur deutschen Wirtschaft haben ihm den Ruf eines „Crash-Propheten" eingebracht, seine libertären Positionen zu Staat, Steuern und Freiheit machen ihn zur Reizfigur im öffentlichen Diskurs. Er lebt mittlerweile in der Schweiz und hat Deutschland den Rücken gekehrt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek stellt sich Krall der Kritik an seinen früheren Prognosen – und verdoppelt: Das, was wir gerade erleben, sei erst der Anfang. Er rechnet vor, warum Deutschland auf eine Verschuldung von über 100 Prozent zusteuert, weshalb die offiziellen Wirtschaftszahlen seiner Meinung nach lügen und was es bedeutet, wenn 400 Milliarden Euro jährlich in Staatsbedienstete fließen. Es geht um Gold als Absicherung, um die Frage, ob sein Pessimismus zum Geschäftsmodell gehört. Krall spricht über westliche Kriegstreiberei, die ihn „anekelt", über Trump und Grönland, über Wehrpflicht und das Recht, Waffen zu tragen.