
Tingel-Tangel-Theater: Satire gegen Hitlers Schergen
WDR Zeitzeichen
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Abschlussworte: Nennung der Autoren, Redaktion und Ausblick auf die nächste Folge.
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Episode notes
Am 7.1.1931 eröffnet Friedrich Hollaender sein Kabarett, in dem spätere Hollywood-Stars auf der Bühne stehen. Mit Kleinkunst widersetzt er sich den Nazis - bis er fliehen muss.
In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:
- von der bewegten Geschichte der Räumlichkeiten schon vor Eröffnung des Tingel-Tangel,
- dass Friedrich Hollaender schon berühmt ist, als er das Tingel-Tangel eröffnet,
- mit welchen kleinen Waffen Hollaender den großen Gefahren der Welt Widerstand leisten möchte,
- wie Friedrich Hollaender und seine Frau Hedi Schoop den Nationalsozialisten knapp entkommen können.
Nach einem Musikstudium bei Engelbert Humperdinck wird Friedrich Hollaender einer der bedeutendsten Komponisten der Berliner Kabarettszene. Er arbeitet mit Max Reinhardt und Marlene Dietrich zusammen. Sein Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" erlangt im Ufa-Film "Der Blaue Engel" Weltruhm.
Berlin, 1931. Braune SA-Uniformen und Hakenkreuzfahnen tauchen im Stadtbild auf. Wirkt das nur ein bisschen bedrohlich? Oder baut sich eine reale Gefahr auf? Friedrich Hollaender will handeln und aufrütteln. Das Tingel-Tangel-Theater, unweit vom Bahnhof Zoo, soll sein Sprachrohr sein. Kein Ort, an dem sich die Mächtigen in ihren eigenen Logen feiern lassen, sondern ein Ort, an dem ihnen auch mal wehgetan wird. Es geht gut los. Sehr gut.
Friedrich Hollaender muss Deutschland 1933 verlassen. 1935, knapp zwei Jahre nach seiner Flucht und Hitlers Machtübernahme, schließt das Tingel-Tangel-Theater für immer. Und wird bald vergessen.
Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
- Thimo Butzmann, Betriebstechniker und Archivbeauftragter für das Theater des Westens.
Weiterführende Links:
- Stichtag: 19. Februar 1926 - Erste Kabarett-Revue von Friedrich Hollaender
- Stichtag: 22. Dezember 1969 - Todestag des Regisseurs Josef von Sternberg
- Zeitzeichen: 06.05.1992 - Todestag von Marlene Dietrich
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Klug
Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins
Technik: Holger Maerten
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