Die Europäische Union (EU) erhebt seit Oktober 2024 Zölle von bis zu 45 Prozent auf Elektroautos „made in China“, weil sie dem Land wettbewerbsverzerrende Subventionen vorwirft. Chinesische Hersteller wie BYD, MG und Geely haben nun offenbar Wege gefunden, um diese hohen Aufschläge für die Einfuhr nach Europa zu vermeiden.
Das zeigt sich zum einen an dieser Zahl: Um 17.000 Prozent ist der Absatz der Plug-In-Hybride des chinesischen Herstellers BYD in der EU im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 gestiegen. Denn im Gegensatz zu reinen Stromern sind die Hybrid-Autos von den Zusatzzöllen ausgenommen, für sie gilt nur ein Basiszoll von 10 Prozent. Und so setzen auch andere chinesische Hersteller in Europa verstärkt auf Hybride, die sie hierzulande deutlich günstiger verkaufen, als die europäische Konkurrenz. Lazar Backovic, Teamleiter Mobilität beim Handelsblatt, sagt jedoch im Podcast: „Die deutschen Hersteller haben das vor ein, zwei Jahren erkannt und sukzessive neue Plug-Ins herausgebracht, die ähnlich starke Reichweiten haben.“
Zum Artikel: Wie Chinas Autobauer die Strafzölle der EU umgehen
Außerdem: Am vergangenen Freitag trafen sich US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin in Alaska, um über den Ukraine-Krieg zu verhandeln. Am heutigen Montagabend treffen sich der ukrainische Präsident Selenskjy und Trump in Washington, um zu besprechen, wie es nach dem Alaska-Gipfel weitergeht. Unterdessen werden die Hoffnungen auf eine baldige Friedenslösung im Sinne der Ukraine immer kleiner. Politikstratege und Politikwissenschaftler Nico Lange ordnet im Podcast ein, auf was sich die von Russland überfallene Ukraine einstellen muss.
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Moderiert von Nele Dohmen
Produziert von Florian Pape
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