Im Jahr 2003 rechtfertigten angebliche Massenvernichtungswaffen den Irakkrieg. Heute sind es Drogenvorwürfe gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, mit denen die USA ihr Vorgehen erklären. Doch Experten sind sich weitgehend einig: Venezuela spielt im internationalen Drogenschmuggel Richtung USA keine zentrale Rolle. Umso auffälliger ist, wie offen Donald Trump über ein anderes Motiv spricht: Venezuelas Öl. Das Land verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt – mehr als Saudi-Arabien. Trump kündigt an, US-Ölkonzerne könnten Milliarden investieren, die Infrastruktur reparieren und Gewinne erzielen – offiziell „für Venezuela“, faktisch aber vor allem für amerikanische Interessen.
In dieser Folge von Zehn Minuten Wirtschaft beantworten Host Astrid Kühn und Jürgen Webermann euch kompakt und leicht verständlich folgende Fragen: Wie bedeutend ist Venezuelas Ölindustrie wirklich? Warum ist das Öl dort schwer zu fördern und zu verarbeiten? Weshalb sind US-Ölkonzerne heute kaum noch im Land – und was hat Enteignung damit zu tun? Welche Rolle spielt China, das große Teile des venezolanischen Öls erhält? Und warum ist das Ganze ein geopolitisches Thema mit völkerrechtlicher Sprengkraft?
Sonderfolge "Streitkräfte und Strategien" zu Venezuela:
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d55296220c3afd9c/