In Iran gibt es seit Ende Dezember Proteste im ganzen Land. Und das Regime schlägt sie mit Gewalt nieder. Laut Amnesty International ist es ein “Massaker, in einem bislang unbekannten Ausmaß.” Die Menschenrechtsorganisation schreibt in ihrem Bericht, dass Sicherheitskräfte in Iran gezielt auf unbewaffnete Demonstrierende schießen – auf deren Kopf oder Oberkörper. Und: Dass die Gewalt koordiniert sei, weil die iranische Polizei, die Revolutionsgarde und Beamte in Zivil gemeinsam Demonstrierende und sogar Unbeteiligte jagen.
Amnesty International stützt sich dabei auf Videos und Augenzeugenberichte, denn das Internet hat die Islamische Republik ja abgestellt. Videos, die trotzdem nach draußen dringen, zeigen überfüllte Leichenhallen, in denen Angehörige Säcke durchsuchen müssen, um Vermisste zu finden. Die Zahl der Toten könnte inzwischen bei mehr als 3.000 liegen – gesicherte Angaben dazu gibt es zurzeit nicht.
Aber trotz dieser Brutalität des Regimes gehen die Proteste weiter. Und immer mehr Beobachter fragen sich: Könnten diese Proteste die islamische Republik Iran zu Fall bringen?
Über das, was gerade in Iran passiert und was den Demonstrierenden helfen würde, spricht in dieser Folge Daniela Sepehri. Die Deutsch-Iranerin ist Aktivistin, Journalistin und engagiert sich in den sozialen Netzwerken für Feminismus, Anti-Rassismus und Migration.
Zum Weiterlesen und -hören: Hören Sie hier die Folge von “Auf den Punkt” über die Proteste in Iran mit SZ-Korrespondent Raphael Geiger. Und lesen Sie hier seine Reportage von der türkisch-iranischen Grenze.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
Redaktionsschluss am Freitag, 16.1., um 16 Uhr.
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