Das iranische Regime hat die friedlichen Proteste mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Am Anfang drangen noch Bilder an die entsetzte Weltöffentlichkeit, aber inzwischen hat das Regime eine Internetsperre verhängt. Tausende Menschen sollen getötet worden sein.
Moralisch unterstützt wurden die Protestierenden von US-Präsident Trump, der Hilfe versprach und dem Mullah-Regime mit Konsequenzen drohte, dann aber doch nicht militärisch eingriff. Ist das Momentum für einen Sturz des Regimes schon wieder vorbei?
Im Presseclub gehen die Meinungen darüber, ob es zu gezielten Militärschlägen der USA kommen wird, auseinander. Auch über den Sinn einer solchen Aktion urteilen die Gäste unterschiedlich, denn er könnte die gesamte Region destabilisieren. Im Laufe der Sendung wird die Frage aufgeworfen, ob ein amerikanischer Militärschlag angesichts der brutalen Gewalt des Mullah-Regimes nicht sogar moralisch geboten sei, selbst wenn dafür kein Mandat des Sicherheitsrat vorläge. Auch dazu gibt es kontroverse Aussagen. Ebenso die Einflussmöglichkeiten Europas und Deutschlands nimmt die Runde ins Visier: Was können wir tun oder können die Menschen im Iran am Ende doch nur auf Trump hoffen?
Susan Link diskutiert mit den Gästen: Daniel-Dylan Böhmer (WELT), Matthew Karnitschnig (Euractiv), Isabel Schayani (Westdeutscher Rundfunk) und Bente Scheller (Heinrich-Böll-Stiftung).
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