Seit der Corona-Pandemie kann man sich in Deutschland telefonisch krankschreiben lassen. Wer sich nicht gut fühlt muss also nicht erst in die Praxis kommen, es reicht ein Anruf beim Hausarzt.
Das ist für Bundeskanzler Friedrich Merz ein Problem. Er sagte, dass die telefonische Krankschreibung dazu führe, dass sich in Deutschland viele Menschen zu oft krankschreiben lassen.
Es stimmt, dass es zwischen 2021 und 2022 einen drastischen Anstieg an Krankmeldungen gab. Allerdings hat es damit zu tun, dass Ärzte seitdem verpflichtet sind, die Meldungen elektronisch an die Krankenkassen zu übertragen, und die Statistik daher besser geführt werden kann. Die Zahlen der Arbeitsagentur sprechen daher nicht dafür, dass die telefonische Krankschreibung dafür sorgt, dass sich viele Menschen einfach so krankmelden.
Warum greift Friedrich Merz trotzdem Arbeitnehmer an und wirft Ihnen vor, zu wenig zu arbeiten? Sind sie wirklich Schuld daran, dass die Wirtschaft in Deutschland nicht so wächst wie gewünscht?
Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts Oliver Klasen aus dem SZ-Wirtschaftsressort.
Weitere Nachrichten: EU-Parlament ruft wegen Mercosur-Abkommen den EuGh an; BKA nimmt mutmaßliche Kremlspionin fest.
**Zum Weiterhören und -lesen: **
Lesen Sie hier die Recherche über die Entwicklung der Krankheitstage in Deutschland.
Hören Sie hier "Auf den Punkt" über das Mercosur-Abkommen.:
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Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über rbb24.
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