US-Präsident Donald Trump hat erneut das Thema der Woche gesetzt: diesmal mit Zolldrohungen gegen jene europäische Staaten, die seinen Annexionsplänen für Grönland widersprechen. Die EU-Staaten beraten dieser Tage über Gegenmaßnahmen, etwa in Form der „Handels-Bazooka“ (Anti Coercion Instrument). Andreas Goldthau von der Universität Erfurt und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gibt allerdings zu bedenken: Diese Maßnahmen seien eine Ultima Ratio und würden die Handelsbeziehungen zu den USA weiter schwächen. Die EU habe diverse Möglichkeiten, Druck auf die USA auszuüben, etwa über eine Abgabe für Digitalkonzerne. Allerdings sei Europa auch zunehmend abhängig von amerikanischem Flüssiggas: Mehr als die Hälfte importiere die EU aus den Vereinigten Staaten. Und die EU sei sich nicht einig im Vorgehen gegen Trump.
Bedenklich findet Goldthau, dass es aus der republikanischen Partei kaum Widerstand gegen Trumps Geopolitik gebe. Dabei stehe für beide Seiten viel auf dem Spiel: „Es geht an das Fundament dessen, was unsere Partnerschaft ausgemacht hat. Das zu kitten, wird schwierig sein“, so Goldthau.
Im Schwerpunkt der Folge sprechen wir mit Handelsblatt-Pharmareporterin Helena Smolak über Tech-Unternehmen, die zunehmend in die Pharmabranche drängen. Wir schauen darauf, warum das gerade jetzt gelingen könnte. Und wir klären die Frage, wie schnell ein Medikament auf den Markt kommen könnte, das von Künstlicher Intelligenz entwickelt wird.
Warum Big Tech jetzt die Pharmabranche erobern könnte
Moderiert von Ben Mendelson
Produziert von Lukas Teppler
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