Wie kann der Staat Migration in den Griff bekommen? Der Soziologe Gerald Knaus sagt, eine Möglichkeit sei die 3. Staaten-Lösung. Darüber sprechen mit ihm Mansour und Mayer-Rüth
Gerald Knaus hat das EU-Türkei Abkommen konzipiert, das die Migrationsbewegung aus der Türkei über die Ägäis in die EU 2016 nahezu gestoppt hat. Jetzt habe die EU kurz vor dem Jahreswechsel eine wichtige Entscheidung gefällt, damit in Zukunft Flüchtlinge nach der Ankunft in einem EU-Land in einen 3. Staat außerhalb der EU gebracht werden können und deren Asylantrag dann dort bearbeitet wird, so Knaus. So könnte die Migration in die EU gesteuert werden, sagt der Soziologe. Die EU muss nur noch ein Land finden, das sich darauf einlässt. Mansour und Mayer-Rüth entgegnen, das werde nicht reichen, um die hohen Umfragewerte für die AfD zu drücken. Der Staat müsse auch abschieben. Knaus warnt, das sei nicht so einfach. Außerdem kritisiert er scharf die US-Regierung und Präsident Trump.
Im BR-Podcast "Kaffee, extra schwarz" sprechen der Autor Ahmad Mansour und der Journalist Oliver Mayer-Rüth über das, was Deutschland bewegt: Polarisierung, Kriminalität, Krieg, Migration, Leistungsbereitschaft, Bildungsmisere. In knapp 30 Minuten beleuchten die beiden unterhaltsam, fundiert, provokant ein wichtiges Thema.
Mansour und Mayer-Rüth haben einen speziellen Blick auf Deutschland, geprägt von einem Lebensabschnitt in Israel, einem gemeinsamen Filmprojekt und der Haltung mittelalter weißer Männer. Sie analysieren, streiten, sticheln, provozieren. Mit Haltung, mit allem und scharf. Nur ohne Gendern und Wokeness. Alle zwei Wochen neu.
Unser Podcast-Tip diese Woche: Amerika, wir müssen reden! Podcast mit Ingo Zamperoni und Jiffer Bourguignon
https://www.ndr.de/nachrichten/info/amerika-wir-muessen-reden,podcast4932.html
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Impressum
Autor: Oliver Mayer-Rüth
Redaktion: Stephan Keicher (PB Politik und Wirtschaft)
Hosts: Oliver Mayer-Rüth, Ahmad Mansour
Tonmischung: Benjamin Richter
Grafik: Nadja Dall Armi