Schon mal etwas von der "Großmutter-Hypothese" gehört? Diese These versucht zu erklären, warum die Evolution die menschlichen Frauen mit etwa Mitte 40 unfruchtbar werden lässt. Männer, Frosch- oder Wolfsweibchen und auch viele andere Tiere bleiben hingegen einfach weiter zeugungsfähig – bis an ihr Lebensende. Und wir alle wissen: Die Evolution versucht, an sich die eigenen Gene immer möglichst oft weiterzugeben. Da ergibt Unfruchtbarkeit doch wirklich keinen Sinn! Und doch kann ein solch krasser Einschnitt in die Normalfunktion der Frauenkörper ja kein Zufall sein, oder? Was also hat sich die Natur dabei gedacht, als sie die Wechseljahre und die Menopause bei Menschen erfunden hat?
Protagonist:
Dr. Nikolaos Smit, Verhaltensökologe, Universität Turku, Finnland und Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig: https://www.utu.fi/en/people/nikolaos-smit
Weiterführende Links:
Studie von Nikolaos Smit und Martha M. Robbins: Berggorilla-Weibchen hören lange vor ihrem Lebensende mit der Fortpflanzung auf (PNAS, 2025): https://doi.org/10.1073/pnas.2510998122
Podcast-Tipp: RadioLab "The Menopause Mystery": http://www.wnycstudios.org/story/the-menopause-mystery/
Podcast-Tipp: Hormongesteuert – Der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig: https://www.ardaudiothek.de/sendung/hormongesteuert-der-wechseljahre-podcast-mit-dr-katrin-schaudig/urn:ard:show:06ed81f7382fbbc4/
Weitere Infos zu Studien zum Einfluss von Großeltern auf Enkel findet ihr auch im Podcast Quarks Daily, in der Episode "Großeltern – Darum sind sie so wichtig": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:40dfbdb99b002ada/
Redaktion und Host: Maike zum Hoff // Abnehmender Redakteur: Karsten Möbius // Produktion: Thomas Jähn
Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik? Gern jederzeit an: grossefragen@mdr.de