Heinrich Steinfest liebt die Bücher von Thomas Bernhard (1931-1989). „Bernhards Texte sind von überirdischer Qualität“, findet Steinfest.
Besonders wichtig ist ihm der Roman „Alte Meister“. Der spielt im Wiener Kunsthistorischen Museum, wo sich der Privatgelehrte Atzbacher und der Musikkritiker Reger vor dem Tintoretto-Gemälde „Weißbärtiger Mann“ verabredet haben.
„Wie immer bei Bernhard: wenig Personal, aber große Intensität und ein wunderbares Geschimpfe über Österreich und die Kunst“, erklärt Heinrich Steinfest. Er möchte den Roman als Musikstück gelesen wissen, als „wunderbar komisches, witziges, schwarzes Klagelied“.
Ein unverwechselbarer Duktus
„Der Roman „Alte Meister“ war für mich schon bedeutend, bevor ich mit dem Schreiben begonnen habe“, erinnert sich Steinfest, „war dann aber auch wegweisend für mich, als ich begonnen habe, mein eigenes Zeug zu verfassen.“
Rund zwei Dutzend eigenwillige Romane hat Heinrich Steinfest selbst bislang geschrieben. Sein neuester Roman heißt „Das schwarze Manuskript“.
„Bernhards unverwechselbarer Duktus“ sagt Heinrich Steinfest, „hat in mir den Ehrgeiz entfacht, es auch zu schaffen, einen Absatz zu schreiben, bei dem man genau weiß: Das ist der Steinfest.“