
359. TRUMPS GEHEIMPLAN: Warum er Grönland WIRKLICH kaufen wollte! - Prof Rieck
Prof. Dr. Christian Rieck
Outro
Christian Rieck verabschiedet sich, nennt kommende Folge und Webinar-Informationen.
Warum wollte Donald Trump wirklich Grönland kaufen?
Professor Rieck analysiert die spieltheoretische Logik, Geopolitik und Verhandlungstechnik hinter diesem globalen Schachzug: Red-Herring-Strategien, Rohstoffe wie Seltene Erden und die militärische Bedeutung der Arktis im 21. Jahrhundert.
Zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln:
https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo
Das erwähnte Buch „Die 36 Strategeme der Krise“:
Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl
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► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:
Grönland als strategisches Asset
Der Vorschlag, Grönland zu erwerben, war keine exzentrische Idee, sondern Ausdruck langfristiger US-Großstrategie. Bereits im 19. und 20. Jahrhundert galt Grönland als sicherheitspolitischer Schlüsselraum. 1946 boten die USA 100 Millionen Dollar in Gold – Grönland wurde als „unsinkbarer Flugzeugträger“ im Nordatlantik bewertet.
Rohstoff-Ökonomie und China-Risiko
Ökonomisch ist Grönland relevant wegen Seltener Erden. China kontrolliert heute den Großteil der globalen Veredelungskapazitäten. Das Vorkommen in Kvanefjeld stellt eine strategische Reserve dar und wäre ein Verhandlungspfand zur Reduktion westlicher Abhängigkeiten. Entscheidend ist weniger der Besitz als die Option, Lieferketten geopolitisch resilient zu machen.
Arktische Geopolitik
Der Klimawandel verändert die Spielregeln. Neue arktische Seewege erhöhen die Bedeutung Grönlands als Zugangskontrollpunkt. Militärisch rückt das GIUK-Gap (Greenland–Iceland–UK) wieder ins Zentrum: eine klassische Engstelle, deren Kontrolle die Bewegungsfreiheit gegnerischer U-Boot-Flotten massiv einschränkt.
Institutionelle Schranken
Ein „Kauf“ ist heute faktisch unmöglich. Das Selbstverwaltungsgesetz von 2009 überträgt die Entscheidungshoheit auf die grönländische Bevölkerung. Jede Statusänderung erfordert ein Referendum. Die Transaktionskosten für externe Akteure steigen dadurch erheblich – Souveränität wird zum zentralen Verhandlungshindernis.
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